Winners are simply willing to do what losers won’t.

Letzte Woche habe ich „Million Dollar Baby“ von und mit Clint Eastwood gesehen. Nicht nur, dass es die meiste Zeit um absolute Höchstleistung unter Schmerzen geht; die Heldin trainiert nach einem sehr wahren Motto:

„Winners are simply willing to do what losers won’t.“

Dieser “Film-Moment” hat mich hoch motiviert. Ich will ein Sieger sein.
In dem Moment bin ich aufgestanden und habe gearbeitet. An den Projekten, die mich weiter bringen.

Winners are simply willing to do what losers won’t.

Darum geht es; die Motivationsmomente zu nutzen und die unproduktiven Stunden zu reduzieren und zu optimieren.
Wir alle kenne sie. Autoren nennen es „Schreibblockade“, Büro-Arbeiter nutzen sie als „Facebook-Auszeit“, andere pflegen ihre virtuellen Spiele oder hängen in der Kaffeeküche ab.
Für diese Zeiten habe ich mir strikte Regeln aufgestellt.
Warum? Darf man nicht rumhängen? Ich nicht, da ich bei mir die Beobachtung gemacht habe, dass solche Momente und Stunden sehr schnell in Negativspiralen enden. Einmal die Regeln nicht eingehalten, einmal angefangen zu spielen, zu schauen, zu prokrastinieren und du bist dabei es weiter und weiter zu tun. Und viel schlimmer noch: Tätigkeiten, die du noch vor Minuten nicht vor dir selbst hast rechtfertigen können, sind plötzlich kein Problem mehr. Ich nenne sie die “Assi zum Vollassi-Spirale”.
Aus diesem Grund habe ich meine Regeln. Denn was ich statt dessen tue muss geplant sein. In den Moment der Unproduktivität verhindert die Situation selber glorreiche Gedanken. Wenn diese Situationen Regeln unterliegen sind sie zu meistern.
Welche Tätigkeiten gehen immer?

  • Hausarbeiten. Abwaschen, Putzen, Wäsche zusammenlegen (am besten mit Musik).
  • Administratives. Zettel für die Steuer sortieren, Datenbanken pflegen, Post ordnen Mail-Postfach leeren.
  • Sport. Alle Arten von Sport, oft reichen schon zwischen 8-15 Minuten und die Welt sieht sehr anders aus.
  • Örtlichkeit wechseln. Raus aus der Eintönigkeit und auf neue Gedanken kommen.
  • Lesen. Lesen ist aktiv und auf lange Sicht ermüdend. Alle erlaubten Tätigkeiten müssen anstrengen. Und mit Lesen ist nicht surfen und Blogs überfliegen gemeint.

Die größte Chance liegt bei den administrativen Tätigkeiten. Egal wo man ist, mit Notebook und WLAN kann man anfangen. Wichtig ist, dass alles was in der Richtung ansteht vorbereitet sein muss. Sprich, die Hürde anfangen zu können darf nicht groß sein. In meiner Wochenplanung schaue ich, was an Aufgaben aus den Bereichen anliegt. Diese werden nicht terminiert, doch so vorbereitet und durchgedacht, dass sie nur noch ausgeführt werden müssen.
Lustigerweise sind das gerade Aufgaben die gut „outgesourced“ werden können.
Sollten die Zeiten ohne Fokus und Kreativität im Laufe des Lebens weniger werden, ist das eine gute Option mit der eigenen Entwicklung Schritt zu halten.

Positive Momente produktiv zu nutzen, ist mit etwas weniger Kraft verbunden. Wie immer muss man „Am Anfang das Ende im Sinn haben.“
Der gute Moment ist ungenutzt schnell vorbei und ist nicht steiger- und dehnbar. Wenn der positive Impuls da ist und nicht genutzt wird, wird die Energie nicht gespeichert.
Sofort machen, wenn man zu etwas Großartigem Lust hat. Sogar “Million Dollar Baby” kann warten.

Autor: Benedikt Schaumann

Benedikt Schaumann ist Digitalstratege. Aktuell treibt er bei der Nestlé Deutschland AG das Social Media Marketing voran. Zuvor verantwortet er die online Kommunikation von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und der SPD in Hamburg. Als head of communications leitete er die Unternehmenskommunikation von 9flats, einem weltweitem Marktplatz für die Vermittlung von Privatwohnungen als Alternative zum Hotel. Er ist selbständig mit eValute, einer Agentur für Relationship Marketing.

3 Kommentare

  1. Mich nerven solche Blogposts tierisch: woher sollen denn meine Ideen und Motivation kommen, wenn ich nicht ziellos umhersurfen würde?

  2. Solche “Motivationen” halte ich für sehr fragwürdig.
    Entweder man tut etwas weil man es liebt und aus Spaß und Freude daran, oder lässt es am besten ganz bleiben.
    Leute die Sport machen aufgrund von irgendwelchen “Motivationen” hören in der Regel genauso schnell wieder auf. Denn so eine Motivation hat keine besonders lange Lebensdauer.

    Ich habe in meinem Leben die unterschiedlichsten Phasen durchgemacht, und jede einzelne davon mit 100% Hingabe.
    Meine Motivation liegt darin, das alles was ich mache, möchte ich mit 100% Hingabe machen.

    Und wenn das nicht der Fall ist, sehe ich keinen Grund es überhaupt erst anzufangen.

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