move fast and break things.

Es gibt drei Mottos, die über allen Schreibtischen hängen an denen ich arbeite. Mottos, die ich jeden Tag wieder lese. Mottos, die mich antreiben.

move fast and break things.
what would you do if you weren‘t afraid?
done is better than perfect.

Warum treiben mich die Sprüche so an? Warum helfen sie mir im Alltag?

move fast and break things. what would you do if you weren‘t afraid? done is better than perfect.

move fast and break things.
Wir sind umgeben von unsichtbaren Schranken. Auferlegt durch Gedanken wie: „weil man es so macht“, „weil es alle so machen“ und oft sogar durch einen selber, da man die großen Chancen hinter den Limitierungen nicht sieht.
Wenn man sich genau angeschaut hat was man zerbricht, dann sind das meist weder Beziehungen noch Regeln, die unter den heutigen Voraussetzungen weiter Geltung haben. Zerbrochen werden Vorstellungen, die mich abhalten, zu tun was wichtig ist.
Über mich selber ärgere ich mich am meisten: wenn die alten Regeln bereits durch statistische Auswertung von Daten als veraltet erkannt wurden und ich trotzdem aus Gewohnheit, oder um nicht aufzufallen, in meinem alten Trott weitermache.
Für mich bedeutet diese Aufforderung: machen.

what would you do if you weren‘t afraid?
Dies ist eine der kraftvollsten Aufforderungen, die mich antreiben.
Mir geht es oft so, dass ich ein Gefühl dafür habe, in welche Richtung es weitergehen wird, was als nächstes auf mich zukommt oder sogar, aus welchen Projekten Probleme entstehen werden.
Diesem Bauchgefühl schenke ich noch viel zu selten Beachtung obwohl es mich nie täuscht.
Wir wissen nicht, wie die Welt morgen aussieht, wir können nur ungenaue Prognosen treffen, nicht planen; aber wir können die Angst überwinden und machen was sich richtig anfühlt.

done is better than perfect.
Wenn Dinge „gut“ geworden sind dann ist es häufig so, dass sie perfekt zu machen entweder nochmals so lange dauern oder gar nicht klappen würde.
Diesen Moment des „gut“ zu erkennen und dann zu entscheiden ob es sich lohnt weiter in „perfekt“ zu investieren, ist schwierig. Im manchen Fällen ist Perfektion sogar illusorisch.
Sich an das perfekte “gut” heranzutasten fällt sehr viel leichter, wenn man die Chancen von iterativem Arbeiten und Rapid Prototyping ernst nimmt. Mit schnellen ersten Prototypen an eine Teilöffentlichkeit gehen und deren Rückmeldungen sehr schnell in das Produkt einarbeiteten. Geschwindigkeit ist dabei alles. Fehler beheben, auf die Kritik reagieren um den Nutzern das Gefühl vermitteln, dass es sehr schnell besser wird und vorwärts geht.

Nicht zu letzt ist done is better than perfect die Aufforderung anzufangen. Anzufangen, obwohl die Gefahr besteht, dass es nicht perfekt wird.

Autor: Benedikt Schaumann

Benedikt Schaumann ist Digitalstratege. Aktuell treibt er bei der Nestlé Deutschland AG das Social Media Marketing voran. Zuvor verantwortet er die online Kommunikation von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und der SPD in Hamburg. Als head of communications leitete er die Unternehmenskommunikation von 9flats, einem weltweitem Marktplatz für die Vermittlung von Privatwohnungen als Alternative zum Hotel. Er ist selbständig mit eValute, einer Agentur für Relationship Marketing.

2 Kommentare

  1. Sehr inspirierender Eintrag! Vor allem die Frage: ‘what would you do if you weren’t afraid?’ kann ich täglich gebrauchen.

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