Lifetime Countdown: Fokus auf das Wesentliche

Letzte Woche hörte ich beim Laufen die (übrigens sehr empfehlenswerte) Tim Ferriss Show mit Kevin Kelly. (iTunesBlog)
Kevin Kelly ist nicht nur der co-founder des Wired magazine und Bestsellerautor, er ist auch Mitbegründer der All Species Foundation und der Long Now Foundation. Erste katalogisiert alle lebenden Spezies. Für alle Sprachen versucht das die Long Now Foundation. Unglaublich interessant ihm zuzuhören.

Eine der Geschichten die er erzählt spielt während einer seiner Weltreisen in Jerusalem, an einem Ostersonntag. Kevin Kelly ist damals 29 Jahre  alt. Er erhält die religiöse Aufgabe so zu Leben, als seien die nächsten 6 Monate die letzten seines Lebens.

Wie anders seine Prioritäten sind, als man vielleicht annehmen könnte, ist schon interessant.

Doch es ist das Gedankenexperiment, was mich inspiriert und mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

Daher habe ich heute losgelegt und mir meine eigene „Death Clock“ eingerichtet:
Für mich selber einfach das Durchschnittsalter eines Deutschen mit Akademiker-Eltern und Bauernhof-Kindheit hochzurechnen ist, für mein Gefühl, eine genauso unwahrscheinliches Todes-Datum, wie ein ein Wunschtag.

91 Jahre finde ich ein schönes Alter. Und es scheint mir ein gutes Alter zu sein, um zu sterben. Fast 91 zu werden reicht mir auch schon. Der 24. Juni 2079 ist mein Lieblingsdatum für den Tod.
Damit habe ich noch

64 Jahre, 9 Monte und 8 Tage

Mit der iPhone-App Dreamdays hab ich jetzt immer im Blick, wie viele Tage mir noch geschenkt sind. Das Motiviert mich unheimlich mögliche Projekte wirklich zu priorisieren und mit dieser ewigen Prokrastination aufzuhören.

Das wichtigste für mich ist, dass damit nicht nur die Karriere im Mittelpunkt steht, sondern Familie und Freunde, meine Gesundheit und Interesse an der Welt gleichermaßen.

Wenn ich diese Zeit, wie Stewart Brand, in 5 Jahresprojekte gliedre, dann kann ich noch 13 großartige Projekte umsetzen.

Autor: Benedikt Schaumann

Head of Digital Communication & Brand PR Nestlé Wagner

1 Kommentar

  1. Hi Benedikt!

    Das ist eine ganz schön verschrobene, aber irgendwo auch sympathische Methode sich zu motivieren. Ich weiß nicht, ob „Memento mori!“ die passende Maxime für mich wäre. Auf Dauer würde es mich wohl doch eher deprimieren… Vor allem, wenn einem vielleicht bewusst wird, dass man die 91 Jahre und die 13 großartigen Projekte doch nicht mehr erreicht. Ich versuche viel eher jeden Tag so zu verbringen, dass ich abends mit dem Gefühl „Wenn‘s das war, dann war es gut.“ ins Bett gehen kann.

    Vielleicht kennst du den Subreddit schon, aber wenn ich mal einen „Durchhänger“ habe, surfe ich hier rum: http://www.reddit.com/r/GetMotivated/

    Viele Grüße

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