Hallo, ich bin Kim, dein persönlicher Maggi-Kochstudio-Bot.

Original ist auf LinkedIn erschienen.

100 Tage nachdem wir bei der Nestlé-internen Innovationsauschreibung „Digital Challenge“ gewonnen hatten, entließen wir den Maggi-Chatbot in die Closed Beta. Unsere Nestlé- und Publicis-Kollegen halfen uns mit 6.000 Dialogen und 4.486 ZenDesk-Fehler-Tickets aus dem bis dahin regelbasierten Chatbot eine natürlich sprechende Kim, „Kitchen Intelligence (by) Maggi“, zu entwickeln. Und ab heute kannst du mit Kim im Facebook Messenger chatten:

Bis zum Launch mussten wir als Team eine riesige Geduldsprobe bestehen, bis nach Bielefeld reisen und uns letztlich das erste Mal wirklich fragen: Haben wir uns durch Kim gerade selber arbeitslos gemacht?

Die Kollegen von Mercury.ai, die mit uns den Bot entwickeln, sind eine Startup-Ausgründung des Cognitive Interaction Technology Center of Excellence (CITEC) der Universität in Bielefeld. Dankenswerterweise kamen sie, wie auch die Publicis-Kollegen, zu den meisten Workshops nach Frankfurt, und davon gab es einige – User Stories schreiben, Sprint-Reviews und -planungen, Datenschutzfragen diskutieren und nicht zuletzt, um Vorlesungen in Computerlinguistik und Machine Learning zu halten.

Als Team waren wir digital gut aufgestellt, so arbeiten wir alle entweder im Digital-Team der Maggi, Nestlé Wagners oder dem Nestlé Digital Acceleration Team. Vielleicht war daher die inhaltliche Lernkurve überhaupt erst möglich und auch die spannendste Erfahrung des gesamten Projekts!

(von links nach rechts: Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG; Projektteam aus Franca Herwig, Katarzyna Dudek, Benedikt Schaumann, Berndt Janssen und Kai Hochow; sowie Tina Beuchler, Digital & Media Director) 

Durch unser agiles Vorgehen haben wir ab Sprint 1 etwas Brauchbares ausgeliefert – nur war die erste Version des Bots noch so weit entfernt von unserer Vision eines natürlichen Dialogflusses zu Rezepten und Kochwissen, dass es zum Verzweifeln war. Und das sollte noch Monate so bleiben. Laut Gartner ist „Natural-Language Question Answering“ gerade erst auf dem Weg ins Tal der Tränen. Waren wir auf den Hype hereingefallen? Erst während der Closed Beta, mit dem Volumen an Dialogen, die die Kollegen mit Kim führten, den unendlich vielen gefixten Bugs und dem dann eingesetzten Machine Learning, rückte ein Launch in die Nähe des Vorstellbaren.

(Mercury.ai-Team, vl: Janik Jaskolski, Dr. Christina Unger, Sherzod Hakimov, Prof. Dr. Philipp Cimiano, Jens Kretschmann, Maximilian Panzner, Michael Franke, Stefan Trockel)

Ab heute übernimmt Kim Marketing, Vertrieb und Consumer Service – sie inspiriert dich zum Kochen, du kannst die Zutaten gleich bei REWE-Online einkaufen und ihr deine Fragen zu Spargel, Brokkoli und dem Schälen von Ananas stellen – software is eating the world.

Kim bedient sich der gigantischen maggi.de-Rezeptdatenbank. Wäre das alles, könnte man es aber auch einfach mit der Website belassen.

Nein, sie versteht auch, durch die besondere hybride NLU-Architektur der Mercury.ai-Plattform, die logische Struktur der Unterhaltung. Sie lernt mit der Zeit die vielfältigen Synonyme über den Kontext, in welchem ihr die Worte verwendet, oder wenn wir sie händisch annotieren. Sogar das hessische „Moije“ kann Kim interpretieren.

Wirklich hilfreich wird der Dialog, wenn du Kim deine Präferenzen nennst und sie so von Dialog zu Dialog klüger wird. Das funktioniert für Laktoseintoleranz genauso wie für Nuss-Allergie und wenn Kim weiß, dass du Vegetarier bist, bekommst du beispielsweise nur noch Linsenbolognese ausgegeben.

Ein natürlicher Dialog entsteht erst durch Fragen und Rückfragen – eine Unterhaltung ist immer ein Hin und Her. In diesem Dialog ist es möglich, Kims Suche nicht nur durch eure gespeicherten Präferenzen einzugrenzen, dem Kontext, sondern über eine Kombination aus Zutaten, Kochzeit, Tageszeit usw…

Das Machine Learning sorgt für die Robustheit, durch immer besseres Generalisieren bei ähnlichen Fragestellungen. Die Intention muss sich dafür aber grammatikalisch aus dem Satzbau erkennen lassen, also schreibt Kim bitte hochdeutsche Sätze. Kim hat da Gefühl! Unser Ansatz unterscheidet sich damit aber auch klar von den vielen Bots, die diese Intelligenz erst über gigantische Dialogvolumen als Trainingsdaten für Neuronale Netze erlangen, oder die einfach nur stumpf regelbasiert auf Quick-Replys und Keywords antworten.

Was darf bei einem Innovationsprojekt nicht fehlen? Das Impressum. Um Kim kennenzulernen, musstest du am Datenschutz vorbei. Dank den Kollegen aus der Rechtsabteilung haben wir nicht nur eine Einverständniserklärung, um die persönlichen Präferenzen für zukünftige Dialoge nutzen zu können, sondern natürlich auch den berühmten Impressumslink („Impressum“ einfach im Chat eingeben, ebenso wie „Datenschutz“). Es gibt noch keine deutschen Best Practices für den Bereich, daher freuen wir uns über Anmerkungen und Rückfragen. Wir haben alles rechtkonform umsetzten wollen, mit der möglichst besten UX.

Wer mehr über Kim erfahren will, ist herzlich zur Keynote „Conversation Design for Dynamic Dialogue“ unseres Product Owners Franca Herwig und Mercury.ai CEO Stefan Trockel auf der Product & UX Stage des Bot Summits, am 26.06.2017 in Berlin, eingeladen.https://www.chatbotsummit.com/

Kim beantwortet dir deine Fragen nach Rezepten, egal ob du den Dialog mit den Zutaten startest, welche du noch zu Hause hast, der Zeit, die du in der Küche verbringen willst, oder deiner Lieblingsländerküche.

Auf wie viele Kohlenhydrate das Rezept habe, ob es laktosefrei sei und viele weitere Rückfragen zu den Rezepten schreibt dir Kim schnell zurück.

Natürlich hilft dir Kim auch bei der Zubereitung. Sie erklärt dir von Eier pochieren über richtiges Dämpfen auch alles über die Vorbereitung von Grünkohl (Kale darf in keinem Artikel fehlen).

Tja und zu guter Letzt kannst du natürlich auch mit Kim persönlich anbändeln, aber das sei jedem selbst überlassen.

kalt duschen

Seit 32 Tagen ohne Unterbrechung und 110 Mal in den letzten Monaten, habe ich morgens EISKALT geduscht. Genug, um mit Fug und Recht sagen zu können: es gibt nicht schlimmeres und gleichzeitig großartiges. (Es ist wirklich so gut, dass ich es eigentlich nicht verraten sollte)

Jeden Morgen ist es eine Überwindung. Im Bad ist es sowieso kalt und nur mein Mantra hilft:

„gestern bist du auch nicht gestorben“.

Mein Herz fängt an zu rasen, die Atmung zieht an und meistens ist es mir zum Lachen zu Mute, ob meines Unbehagens. Nach nur kurzer Zeit wird es angenehmer und dann fällt es fast nicht mehr auf, dass die Dusche kalt läuft.

Es fühlt sich an, als würde der ganze Körper aktiviert, alle Nerven vernetzt und ich – voll da. Bisher ist kalt Duschen, aus meiner Sicht, die beste Methode, um wirklich energiegeladen und präsent den Tag zu starten.

Viel mehr als 2 Minuten brauche ich nicht.

Zum Haare waschen drehe ich dann, zum Schluss, kurz auf warm, mein Shampoo will sich sonst nicht aus den Haaren lösen.

Sehr gesund ist es auch noch:

As one form of hydrotherapy, the health benefits of cold water therapy are numerous. Cold showers provide a gentle form of stress that leads to thermogenesis (internal generation of body heat), turning on the body’s adaptive repair systems to strengthen immunity, enhance pain and stress tolerance, and ward off depression, overcome chronic fatigue syndrome, stop hair loss, and stimulate anti-tumor responses.

Neben dem guten Gefühl ist es für mich eine kleine Willensanstrenung. Jeden Morgen einfach zu machen, was ich mir vorgenommen habe. Das zeigt mir, dass ich es kann. Das hat einen sehr positiven Einfluss auf meinen ganzen Tag.

Also ab unter die kalte Dusche.

Was ich am Ende meines Lebens nicht bereuen will

Erinnert ihr euch noch an Bronnie Ware? Und ihren blog post The Top Five Regrets of the Dying? Der wurde 2009 wie verrückt geteilt.

Damit ist, nach meinem post über den positiven Einfluss einer Death Clock, schon wieder die Aussicht auf den Tod Thema.

Die Sätze haben mich schon damals sehr inspiriert. Mit der iPhone App Clear habe ich sie immer dabei.

The Top Five Regrets of the Dying

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben, und nicht nach den Vorstellungen der anderen. (I wish I’d had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.)
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so hart gearbeitet. (I wish I didn’t work so hard.)
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken. ( I wish I’d had the courage to express my feelings.)
  4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gepflegt. (I wish I had stayed in touch with my friends.)
  5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein. ( I wish that I had let myself be happier.)

Der Blogpost aus 2009 von Bronnie Ware, REGRETS OF THE DYING 
The Top Five Regrets of the Dying: A Life Transformed by the Dearly Departing bei Amazon

Gewohnheiten mit Lift (App) etablieren

Gewohnheiten, eins meiner Lieblingsthemen! Und nicht ganz unkompliziert.

Motivation is what gets you started. Habit is what keeps you going. Jim Ryun

Ich bin Mitglied in Leo Babautas Sea Change Program, und zusammen mit einer weltweiten Community gibt es jeden Monat eine gute Gewohnheit mehr und oft einige schlechte weniger. Dort verwenden viele von uns die Lift Community App.

Lift erlaubt dir einen großen Katalog an Gewohnheiten zu durchsuchen. Für die neue Gewohnheit stellst du die wöchentliche Frequenz ein und los gehts.

  1. Gegen das Vergessen: gerade im hektischen Alltag verdränge ich auch mal eine neue Vornahme. Dann steht sie schwarz auf weiß in der App und ggf. erinnert mich Lift sogar an mein to-do
  2. Das Einchecken in das Ziel motiviert mich
  3. Die Statistiken, u.a. ein Kalender, zeigen mir auf, an welchen Tage ich es nicht geschafft habe und es lassen sich schnell Muster erkennen. Der vierte Tag, auf den sollte man besser vorbereitet sein!

 

Die App ist noch sehr viel stärker, zum Beispiel kann man an Coachings teilnehmen, anderen Nutzern Fragen stellen und vieles mehr.

Ein Kumpel fragte mich unlängst, warum ich nicht meine normale Aufgaben-App auch für die Gewohnheiten nutze: Ich trenne gerne sehr Persönliches von den alltäglichen to-do’s.

Weiterlesen „Die Gewohnheit, Deine beste Mitarbeiterin