kalt duschen

Seit 32 Tagen ohne Unterbrechung und 110 Mal in den letzten Monaten, habe ich morgens EISKALT geduscht. Genug, um mit Fug und Recht sagen zu können: es gibt nicht schlimmeres und gleichzeitig großartiges. (Es ist wirklich so gut, dass ich es eigentlich nicht verraten sollte)

Jeden Morgen ist es eine Überwindung. Im Bad ist es sowieso kalt und nur mein Mantra hilft:

“gestern bist du auch nicht gestorben”.

Mein Herz fängt an zu rasen, die Atmung zieht an und meistens ist es mir zum Lachen zu Mute, ob meines Unbehagens. Nach nur kurzer Zeit wird es angenehmer und dann fällt es fast nicht mehr auf, dass die Dusche kalt läuft.

Es fühlt sich an, als würde der ganze Körper aktiviert, alle Nerven vernetzt und ich – voll da. Bisher ist kalt Duschen, aus meiner Sicht, die beste Methode, um wirklich energiegeladen und präsent den Tag zu starten.

Viel mehr als 2 Minuten brauche ich nicht.

Zum Haare waschen drehe ich dann, zum Schluss, kurz auf warm, mein Shampoo will sich sonst nicht aus den Haaren lösen.

Sehr gesund ist es auch noch:

As one form of hydrotherapy, the health benefits of cold water therapy are numerous. Cold showers provide a gentle form of stress that leads to thermogenesis (internal generation of body heat), turning on the body’s adaptive repair systems to strengthen immunity, enhance pain and stress tolerance, and ward off depression, overcome chronic fatigue syndrome, stop hair loss, and stimulate anti-tumor responses.

Neben dem guten Gefühl ist es für mich eine kleine Willensanstrenung. Jeden Morgen einfach zu machen, was ich mir vorgenommen habe. Das zeigt mir, dass ich es kann. Das hat einen sehr positiven Einfluss auf meinen ganzen Tag.

Also ab unter die kalte Dusche.

Was ich am Ende meines Lebens nicht bereuen will

Erinnert ihr euch noch an Bronnie Ware? Und ihren blog post The Top Five Regrets of the Dying? Der wurde 2009 wie verrückt geteilt.

Damit ist, nach meinem post über den positiven Einfluss einer Death Clock, schon wieder die Aussicht auf den Tod Thema.

Die Sätze haben mich schon damals sehr inspiriert. Mit der iPhone App Clear habe ich sie immer dabei.

The Top Five Regrets of the Dying

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben, und nicht nach den Vorstellungen der anderen. (I wish I’d had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.)
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so hart gearbeitet. (I wish I didn’t work so hard.)
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken. ( I wish I’d had the courage to express my feelings.)
  4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gepflegt. (I wish I had stayed in touch with my friends.)
  5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein. ( I wish that I had let myself be happier.)

Der Blogpost aus 2009 von Bronnie Ware, REGRETS OF THE DYING 
The Top Five Regrets of the Dying: A Life Transformed by the Dearly Departing bei Amazon

Gewohnheiten mit Lift (App) etablieren

Gewohnheiten, eins meiner Lieblingsthemen! Und nicht ganz unkompliziert.

Motivation is what gets you started. Habit is what keeps you going. Jim Ryun

Ich bin Mitglied in Leo Babautas Sea Change Program, und zusammen mit einer weltweiten Community gibt es jeden Monat eine gute Gewohnheit mehr und oft einige schlechte weniger. Dort verwenden viele von uns die Lift Community App.

Lift erlaubt dir einen großen Katalog an Gewohnheiten zu durchsuchen. Für die neue Gewohnheit stellst du die wöchentliche Frequenz ein und los gehts.

  1. Gegen das Vergessen: gerade im hektischen Alltag verdränge ich auch mal eine neue Vornahme. Dann steht sie schwarz auf weiß in der App und ggf. erinnert mich Lift sogar an mein to-do
  2. Das Einchecken in das Ziel motiviert mich
  3. Die Statistiken, u.a. ein Kalender, zeigen mir auf, an welchen Tage ich es nicht geschafft habe und es lassen sich schnell Muster erkennen. Der vierte Tag, auf den sollte man besser vorbereitet sein!

 

Die App ist noch sehr viel stärker, zum Beispiel kann man an Coachings teilnehmen, anderen Nutzern Fragen stellen und vieles mehr.

Ein Kumpel fragte mich unlängst, warum ich nicht meine normale Aufgaben-App auch für die Gewohnheiten nutze: Ich trenne gerne sehr Persönliches von den alltäglichen to-do’s.

Weiterlesen “Die Gewohnheit, Deine beste Mitarbeiterin

Wabi-Sabi: Designing for simplicity

Schönheit.

Meine Grundeinstellung zu Schönheit und Design habe ich vor Jahren aus dem sehr empfehlenswerten Buch von Leonard Koren Wabi-Sabi: For Artists, Designers, Poets & Philosophers übernommen. Manifestiert wird dies in dem Zitat:

“Pare down to the essence, but don’t remove the poetry. Keep things clean and unencumbered but don’t sterilize.”

Und in den letzten Monaten ist mir klar geworden, dass dies ohne absolute Liebe zur Sache nicht funktioniert. Sir Jony Ive hat das für Apple in einem Interview so zusammengefasst:

„Unser absolutes Ziel bei Apple besteht nicht darin, Geld zu verdienen. Das mag nicht ganz ernstgemeint klingen, aber es ist die Wahrheit. Unser Ziel und das, was uns begeistert, ist der Versuch, großartige Produkte hervorzubringen. Wir vertrauen darauf, dass die Menschen sie mögen, wenn sie uns gelingen. Und wenn wir operativ kompetent sind, erzielen wir damit Erlöse, aber unser Ziel ist eindeutig.“

Fokus und Umsetzung. Mein Motto für das nächste Jahr.

Weiterlesen bei A List Apart zu “Wabi-sabi and making websites and user interface design